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Signierte Bücher haben etwas. Selbst wenn man den Autor bisher nicht kannte bzw. nicht kennt. Da hat sich jemand für einen Zeit genommen, was ja in dieser hektischen Welt nicht selbstverständlich ist.
Der letzte Roman, den ich gelesen hab, war "Die Republik der Knochen" von Magali Volkmann. Zuvor hab ich ein Buch von der besagten Autorin gelesen und das hat mir super gefallen. Deswegen hatte ich hohe Erwartungen von diesem, vor allem, weil auch ein Maler darin vorkam.
Worum geht's?
Es geht um Riora, eine Prinzessin, die ihrem fragwürdigen Onkel auf den Thron folgen sollte. Der lehrt sie übrigens in der "Nekrobotanik", eine verbotene Magie.
Ihre Pläne werden aber über den Haufen geworfen, als ihre Mutter ermordet wird. Riora sucht nach dem Schuldigen, mit Unterstützung von Arias, der ein bisschen mehr als nur ein Maler ist. Dabei decken sie Intrigen in dem Königreich auf.
Wie hat es mir gefallen?
Nun, da musste ich mich fast durchquälen. Spannend war das unkonventionelle Setting mit der Magie und die Kultur des Königreichs hat mir gefallen. Ich vermute, sie war mit den Masken und der Kunst und den Kanälen an Venedig angelehnt.
Bei der Handlung selbst hätte man mehr herausholen können. Da fehlte mir der rote Faden. Die Plottwists waren leider auch nicht so herausragend und die Dynamik zwischen den Protagonisten hat mir gefehlt. Vor allem fand ich es schade, dass die Maler-Sache einfach da war, sie war nicht großartig mit der Handlung verflochten. Arias hätte genauso gut Bildhauer sein können. Oder Arzt. Oder Mechaniker.
Den Kauf bereue ich aber auch nicht. Es ist schön geschrieben, da kann ich mich inspirieren lassen. Außerdem hat es mir den Anstoß gegeben, jetzt meine eigene Geschichte zu schreiben, wo das Malen wirklich im Vordergrund steht und ein tragender Teil der Handlung ist.
Von der Autorin werde ich dennoch in Zukunft weiterhin lesen. Ihr Worldbuilding ist erfrischend. -
Ich fang auch direkt an, da ich heute Morgen Moorläufer - Im Reich des letzten Drachen von Boris Koch beendet habe.
Wie bin ich zu dem Buch gekommen? Es ist mir auf der LBM in der Phantastik Buchhandlung über den Weg gelaufen. Das Cover sprach mich an und der Klappentext war nett. Eigentlich wollte ich es nur fotografieren für später und gerade wieder zur Seite stellen. Da sah ich, dass Boris Koch in der Buchhandlung anwesend war und eine Signierstunde gab.
Joa... ich kannte zwar weder Buch noch Autor, aber ein signiertes Buch ist was feines
Worum geht es?
Die Stadt Nebelbruch liegt am riesigen wie gefährlichen Schwarzmoor, dem die hiesigen Torfstecher Tag um Tag allen Gefahren zum Trotz den begehrten Nachttorf abringen - eine essentielle alchymistische Zutat. Neben Sumpfkriechern, Schlangen, Moorlöchern und lockenden Irrlichtern ist der Nachtwyrm die gefährlichste Kreatur des Moors - der letzte Drache. Auch Torfstechersohn Milan träumt davon endlich ein Torfstecher zu werden. Dann wird seine Schwester jedoch vom Nachtwyrm zerfleischt und mit einem Moordiamanten in der Hand gefunden, einem Stein, den allein der König besitzen darf. Jeder Torfstecher muss einen Fund sofort melden und den Stein abgeben. Milan ist nun der Bruder einer Diebin und Verräterin. Noch dazu geben ihm alle die Schuld daran und ihn plagen düstere Albträume. Gefangen zwischen Schuldgefühlen und Rachegedanken durchstreift Milan auf längst vergessenen Pfaden das Moor – ohne die Wahrheit über sich selbst zu ahnen.
Wie hat es mir gefallen?
Nebelbruch und das Moor sind mal ein ganz anderes Setting. Das hatte ich so noch nicht. Milan ist ein sehr einnehmender Protagonist, den man schnell lieb gewinnt. Kochs Schreibstil zieht einen rasch in die Geschichte, sodass man das Buch nur ungern aus der Hand legen mag. Anfangs ist noch alles sehr vorhersehbar und geradlinig. Die erste große Erkenntnis (der Midpoint des Buches), mag Milan wie einen Schlag getroffen haben. Mir war das mit dem Tod von Milans Schwester bereits klar (was im ersten Viertel des Buches passiert). Der Abschlusstwist jedoch hat mir dann doch wieder sehr viel Spaß gemacht und schloss den Handlungsbogen sehr gut.
Zu Anfang zieht sich die Geschichte tatsächlich etwas. Milans Gedanken drehen sich viel im Kreis und so tut es auch die Geschichte. Es ist einzig Kochs gutem Schreibstil zu verdanken, dass ich das Buch nicht weggelegt habe und weil ich Milan gern mochte. Ab dem Midpoint nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, dreht aber noch eine weitere Ehrenrunde, ehe sie sich in einem wirklich guten Finale entlädt. Mir hat auch sehr das recht offene Ende gefallen. Es ist nicht Ende gut alles gut, auch wenn die Geschichte mit einem positiv gestimmten Ton endet. Das hat mir sehr gefallen, auch wenn es auf den ein oder anderen unbefriedigend wirken mag.
Ich hätte mir gewünscht nicht erst bis zum Midpoint oder vielmehr bis zum Beginn des Finales warten zu müssen, ehe mich die Geschichte richtig mitreißt. An sich mag ich die ruhige und unaufgeregte Erzählweise. Aber ich denke, da wäre noch mehr rauszuholen gewesen. Trotzdem hat mich Moorläufer sehr gut unterhalten und ich bereue den Kauf nicht.
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Was habt ihr gerade gelesen?
Hallo ihr Lieben,
ich dachte mir, dass es ganz interessant sein kann, sich der Frage zu widmen, welcher Bücher wir gerade gelesen haben. Denn Bücher, die wir gerade erst gelesen haben, haben wir noch ganz frisch im Gedächtnis und da wir sie ja gelesen (oder auch abgebrochen) haben, haben wir auch eine Meinung dazu.
Teilt hier also gern, welche Bücher ihr gerade gelesen habt. Wie kamt ihr zu dem Buch? Worum geht es im Groben? Wie hat es euch gefallen?Stichworte: -
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